Proteste vor Schmidts Wahlkreisbüro

Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) hat vor dem Wahlkreisbüro von Schmidt in Neustadt an der Aisch eine Daueraktion gestartet, mit dem die Verbandsmitglieder ihrem Ärger über „die Verweigerungshaltung des Bundesministers“ immer wieder laustarken Ausdruck verleihen wollen. Das „Lager“ soll bis zum Milchgipfel am 30. Mai aufgeschlagen bleiben. Der ­Agrarsprecher der bayerischen SPD-Fraktion, Horst Arnold, solidarisierte sich mit den Protesten des BDM. Die von Schmidt vorgeschlagenen Steuererleichterungen kritisierte er als „eine Luftnummer“. Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) solidarisierte sich ebenfalls mit der BDM-Kundgebung und forderte eine europaweite Mengenbegrenzung der Milchproduktion. Der agrarpolitische Sprecher der Fraktion der Freien Wähler (FW) im bayerischen Landtag, Dr. Leopold Herz, erklärte in Reaktion auf die BDM-Aktion, dass nachhaltige Konzepte zur Unterstützung der Milchbauern benötigt würden, etwa eine Reduzierung der Milchmenge durch zeitlich befristete Lieferverzichte gegen Entschädigung.