PV-Flächenbedarf unter 4 %

Foto: imago/Christian Ender

Der Flächenbedarf für den Ausbau von Photovoltaik-(PV)-Freiflächenanlagen im Rahmen der Energiewende schwankt zwischen 0,3 % und 4 % der derzeit bewirtschafteten landwirtschaftlichen Fläche in Deutschland. Das geht aus einer Studie der Thünen-Wissenschaftler Jonas Böhm und Andreas Tietz hervor. Am wahrscheinlichsten ist ihren Angaben zufolge ein Flächenbedarf von 150 500 ha oder 0,9 % der insgesamt landwirtschaftlich genutzten Fläche bis zum Jahr 2030 sowie von 280 000 ha oder 1,7 % bis zum Jahr 2040. Allerdings seien diese Prognosen mit großen Unsicherheiten behaftet. Laut Böhm und Tietz wird ein stärkerer Bau von PV-Freiflächenanlagen vor allem infolge einer hohen Pachtzahlungsbereitschaft regional Einfluss auf den Bodenmarkt haben. Im Hinblick auf die Konkurrenzsituation zur Nahrungsmittelerzeugung seien PV-Freiflächenanlagen aufgrund ihrer um ein Vielfaches höheren Flächenerträge der Energieerzeugung mit Biogas deutlich überlegen, die aktuell fast 10 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Deutschland in Anspruch nehme.