Die mit Blick auf Freihandelsabkommen von Seiten europäischer Landwirte und Verbraucher vielfach geäußerten Befürchtungen sind offenbar nicht ganz unbegründet. In der letzten Verhandlungsrunde zwischen der EU und den Vereinigten Staaten über eine Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft (TTIP) habe es im Agrarsektor keine Fortschritte gegeben, und die US-Seite sei bisher nicht einmal bereit gewesen, überhaupt über das Thema geographische Ursprungskennzeichnung (g.g.A.) zu verhandeln, erklärte EUAgrarkommissar Phil Hogan am Dienstag vergangener Woche auf dem Agrarrat in Brüssel. Auch bei sanitären und phytosanitären Standards (SPS) seien Fortschritte Fehlanzeige. Zudem sei es für EU-Exporte in die USA von herausragender Bedeutung, dass die USA als ein einheitliches Gebiet angesehen werden könne. „Dies ist derzeit jedoch nicht der Fall“, räumte Hogan ein und sprach sich klar gegen den Abschluss eines „TTIP-light“ und für den Grundsatz „Qualität und Inhalte vor Eile“ aus.