Raps nach Leguminosen eine Überlegung wert

Foto: Johannes Roeb

Derzeit besteht aufgrund der zuletzt guten Marktbedingungen und anderer Rahmenbedingungen wieder ein stärkeres Interesse daran, Winterraps anzubauen. Meist steht der Raps nach Getreide, doch muss das so sein? Welche Vorteile die Vorfrucht Körnerleguminose für den Winterraps hat, erklärt Holger Fechner, Landwirtschaftskammer NRW.

In der Regel wird Raps in eine mehr oder weniger intensive Getreidefruchtfolge integriert. Der Lehre gemäß findet meist ein Wechsel von einer Halm- und einer Blattfrucht statt, weshalb der Raps oft nach Getreide steht. In den meisten Fällen wird er nach einer (Winter-)Gerste angebaut. Nach dem Raps folgt dann häufig der Winterweizen.

Großkörnige Leguminosen wurden 2022 auf 22 300 ha in NRW angebaut, was im direkten Vergleich mit den anderen Ackerkulturen immer noch einen geringen Anbauumfang bedeutet. Ungefähr die Hälfte dieses Anbauumfangs wurde dabei allein durch die Ackerbohne belegt. Die sich ändernden Rahmenbedingungen insgesamt und neue Förderprogramme könnten dieser Kulturgruppe zukünftig noch weiteren Auftrieb geben. Die Hauptanbauform ist bei allen Arten immer noch die Sommerform. Mittlerweile gibt es aber auch immer mehr Sorten, die sich als Winterung anbauen lassen. Das betrifft vorrangig die Ackerbohne sowie die Futtererbse.

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