An der europäischen Leitbörse Matif hat der vordere Rapskontrakt zur Andienung im Mai die „Schallmauer“ von 500 €/t durchbrochen – erstmals seit September 2012. Beim Frontmonat ging es am Dienstag vergangener Woche zeitweise bis auf 505 €/t nach oben. Die psychologisch wichtige 500-€-Marke konnte dann bis zum Ende der Handelswoche gehalten werden. Für neuen Raps zur Abrechnung im August 2021 mussten in der abgelaufenen Börsenwoche zeitweise bis zu 430 €/t angelegt werden. Ein Preisabstand von mehr als 70 €/t zwischen neuer und alter Ernte ist nach Einschätzung von Marktexperten ein klares Indiz dafür, dass sofort verfügbarer Raps knapp und deshalb vergleichsweise teuer ist. Hiesige Ölmühlen brachten es zuletzt trotz hoher Einstandspreise auf eine auskömmliche Verarbeitungsmarge und suchten deshalb Rohstoff.