Regional profitiert von Corona

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Die Corona-Krise hat das Ernährungsverhalten der Bevölkerung verändert. Dafür sprechen zumindest die aktuell vorgestellten Ergebnisse einer Studie, für die die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im Mai und Juli insgesamt 2 000 Menschen befragt hat. Demnach hätten 44 % aller Studienteilnehmer infolge von Covid-19 bei sich eine Änderung des Einkaufsverhaltens festgestellt. Vor allem frische Lebensmittel aus der Region seien vermehrt nachgefragt worden, teilte das bayerische Landwirtschaftsministerium mit, das die Studie in Auftrag gegeben hatte. Dies habe insbesondere an einem veränderten Einkaufsverhalten von Ein- und Zweipersonenhaushalten sowie von Menschen in mittleren und großen Städten gelegen. Zudem hätten höher Gebildete und Einkommensstärkere sowie Ältere häufiger Einkaufsstätten mit regionalem Angebot gewählt und zudem stärker. Darüber hi­naus haben 40 % der Befragten während der Krise bestimmte Lebensmittel wie Obst und Gemüse, aber auch Süßigkeiten und Brot häufiger konsumiert. Männer seien damit aufgefallen, dass 59 % von ihnen häufiger zu Fertigprodukten gegriffen und 52 % einen Vorrat an Grundnahrungsmitteln angelegt hätten. Hingegen hätten insgesamt 26 % aller Befragten Tiefkühlware und Konserven sowie To-Go-Produkte eher selten nachgefragt. Mehr Zeit für die Zubereitung von Speisen hätten sich 35 % der Befragten genommen, da­runter besonders häufig Frauen und jüngere Menschen.