Noch bis einschließlich Freitag, 29. April, können Betroffene und die Öffentlichkeit Stellung zum geänderten Entwurf des Regionalplans Ruhr nehmen. Vor allem am Niederrhein hagelt es Kritik daran wegen der geplanten Ausweisung neuer Auskiesungen im Umfang von mehreren Hundert Hektar. Die LZ berichtete in Ausgabe 5 ausführlich über die Kritik ortsansässiger Landwirte, die dadurch unersetzliche Betriebsflächen verlieren würden. Außerdem beleuchteten wir in Ausgabe 6 die Hintergründe der Bedarfsermittlung und warum große Mengen Kies nicht von der heimischen Bauwirtschaft verwendet werden, sondern ins benachbarte Ausland exportiert werden. Neben den zu erwartenden Flächenverlusten bemängeln Kritiker außerdem fehlende Konzepte für die Nachnutzung der ausgebeuteten Gruben. Die Proteste gegen den Regionalplan führten unter anderem dazu, dass der Kreistag in Wesel über einen Antrag zum Austritt aus dem Regionalverband Ruhr zu befinden hatte, der allerdings scheiterte. Über die Website www.beteiligung-online.nrw.de können Interessierte die geänderten Entwürfe einsehen sowie eigene Stellungnahmen dazu verfassen.