Am Montag vergangener Woche wurde es voll im Foyer des Landwirtschaftsministeriums in Düsseldorf: Traditionell besucht die Rheinische Kartoffelkönigin zu Beginn ihrer Amtszeit die amtierende Landwirtschaftsministerin. Ebenfalls mit angereist waren Marlene Cornelissen vom Rheinischen LandFrauenverband sowie Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes. Empfangen wurde das rheinische Trio von Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann.
Neben 120 Tüten, gefüllt mit Kartoffeln der Sorte Annabelle, standen schon bald zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums im Foyer und lauschten den Worten der Gäste. Er freue sich sehr, die 20. Rheinische Kartoffelkönigin Anna Müller vorstellen zu dürfen, so Bernhard Conzen. Im letzten Jahr waren die Erntemengen für Kartoffeln eher bescheiden und auch in diesem Jahr fehlt es Landwirten vor allem am Niederrhein wieder an Niederschlägen. „Und dennoch läuft endlich die Frühkartoffelernte“, freute sich der RLV-Präsident.
Eine ihrer Aufgaben im nächsten Jahr sei es, die Vorteile der rheinischen Kartoffel bewusster zu machen. „Deshalb werde ich in den nächsten Monaten landauf, landab insbesondere die Verbraucher auf Kartoffelfesten, Erntedankempfängen, in Kindergärten und bei vielen anderen Gelegenheiten über den Kartoffelanbau im Rheinland und die Bedeutung unserer heimischen Knollen informieren und für unsere Kartoffeln werben“, so die frisch gebackene Königin. Stellvertretend für Ministerin Ursula Heinen-Esser nahm Dr. Heinrich Bottermann den gut gefüllten Korb mit Frühkartoffeln entgegen. Ganz besonders freue er sich, dass man nun „endlich auch deutsche Frühkartoffeln zum Spargel genießen könne“. Bisher seien Frühkartoffeln aus Zypern oder Ägypten auf den Tellern zu finden gewesen. Nicht nur die mitgebrachten Kartoffeltüten waren heiß begehrt: Anna Müller verteilte fleißig Autogrammkarten mit leckeren Rezeptideen und posierte für Fotos.
Anne Weidenbörner