Rheinlandweite Proteste geplant

Foto: landpixel

In den kommenden Wochen wird es rheinlandweit zu Protesten rheinischer Rübenanbauer kommen. Das kündigte der Rheinische Rübenbauer-Verband an. Hintergrund seien agrarpolitisch verursachte, existenzgefährdende Wettbewerbsnachteile für die heimischen Anbauer. Noch nie seien die Produktionsbedingungen innerhalb der Europäischen Union so uneinheitlich gewesen wie derzeit. Gekoppelte Rübenbeihilfen in 11 von 19 EU-Staaten und große Unterschiede bei Pflanzenschutzmittelzulassungen benachteilige deutsche und damit rheinische Zuckerrübenanbauer massiv. Heimische Rübenanbauer erhielten keine gekoppelten Rübenbeihilfen. Zudem dürfen die seitens der EU verbotenen neonicotinoidhaltigen Rübenbeizen zur Bekämpfung virusübertragender Blattläuse per Notfallverordnung in mittlerweile 12 von 19 EU-Staaten weiter eingesetzt werden. In Deutschland lehnt das Bundeslandwirtschaftsministerium dies bisher strikt ab, obwohl nach Ansicht des Verbands die genannten Beizen im Zuckerrübenanbau nicht gleichwertig ersetzbar sind und der Verzicht mit Ertragsverlusten und Einkommenseinbußen verbunden ist.