RLJ-Erntekrone auch im Landtag

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Das Symbol der Dankbarkeit für die eingebrachte Ernte ist seit Mittwoch vergangener Woche in der Bürgerhalle des Parlaments zu sehen. Der Präsident des Landtags hat sie gemeinsam mit der Ausschussvorsitzenden Dr. Patricia Peill und den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt, Natur- und Verbraucherschutz, Landwirtschaft, Forsten und ländliche Räume entgegengenommen. Die Jugendlichen tauschten sich im Anschluss mit den Abgeordneten über aktuelle Themen der Landwirtschaft aus.

Das Erntedankfest wird im Herbst in vielen Gemeinden gefeiert. Ein alter Brauch ist dabei das Anfertigen der Erntekrone. Sie steht für Dankbarkeit gegenüber der Natur und erinnert an die Herkunft unserer Nahrungsmittel. Es ist Tradition, dass Vertreterinnen und Vertreter der Rheinischen Landjugend dem Landtag Nordrhein-Westfalen ein Exemplar übergeben. Die Erntekrone wird unter anderem aus Hafer, Weizen und Dinkel von den Jugendlichen gebunden.

Präsident André Kuper bedankte sich für das Engagement und sagte: „‚Wir pflügen und wir streuen …‘, heißt es in einem Lied von Matthias Claudius zum Erntedankfest. Ob es an den im Hafen von Odessa lagernden Millionen Tonnen Weizen liegt, die uns den Erntedanktag in diesem Jahr bewusster erleben lassen? Der Zusammenhang von Saat und Ernte scheint uns auf jeden Fall bewusster denn je. Dürre und Trockenheit sind auch in unserem Land keine Fremdworte mehr. Und beim Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine wird schmerzlich klar: Was der Mensch sät, wird er ernten. Und wer Krieg sät, kann keinen Frieden ernten. Wir können in die Herzen unserer Kinder und unserer Zeitgenossen das Bewusstsein pflanzen, dass die Demokratie, die Unverfügbarkeit der Menschenrechte und die Freiheit die einzige Saat ist, deren Ernte Frieden und Freundschaft zur Folge hat.“