Roboter statt Rückenschmerzen

Foto: Viola Erfkämper

Zwei Wochen lang testete der landwirtschaftliche Betrieb Schulte Spechtel im westfälischen Dorsten-Wulfen den Erdbeer-Transportroboter Valera des Start-up-Unternehmens Ant Robotics. Viola Erfkämper, Landwirtschaftskammer NRW, fasst die Ergebnisse zusammen.

 

Steigende Löhne, wachsende Bürokratie und ein spürbarer Mangel an Erntehelfern setzen viele Sonderkulturbetriebe unter Druck. Gerade in arbeits­intensiven Kulturen wie Erdbeeren geraten die Erzeuger zunehmend an ihre Grenzen. Der gesetzliche Mindestlohn lässt sich kaum noch durch höhere Verkaufspreise kompensieren. Immer weniger Saisonarbeitskräfte sind bereit, die körperlich belastende Erntearbeit zu übernehmen. Eine Lösung könnte der Einsatz von technischen Helfern sein. Der 27-jährige Landwirt Markus Schulte Spechtel testete nun zwei Wochen lang einen Transportroboter in der Erdbeerernte.

 

Was kann Valera?

 

Das Unternehmen Ant Robotics entwickelte den vollautomatischen Kistentransporter Valera speziell für die Bedürfnisse in Reihenkulturen. Ausgestattet mit optischer Erkennungstechnologie findet er selbstständig die Erdbeerreihen und folgt den Erntehelfern mit rund 2 m Abstand.

 

Mit einer Traglast von bis zu 650 kg übernimmt Valera den kompletten Kistentransport von den Pflückern. Die Laufwege der Erntehelfer entfallen – ein Effizienzgewinn, der sich laut Hersteller in einer Produktivitätssteigerung von bis zu 40 % bemerkbar macht. Dank Solarantrieb arbeitet der Roboter energieautark, ist wendig, robust und eignet sich auch für den Einsatz in Folientunneln. Neben der Erdbeerernte können Betriebe ihn auch beim Spargelstechen, bei der Gemüseernte und sogar bei Pflanzarbeiten einsetzen.

 

Mehr in LZ 30-2025 ab S. 27.