Die Rübenkampagne im Rheinland wird später beginnen als ursprünglich geplant. Ursache dafür sind die teils dramatischen Folgen der sommerlichen Dürre. In großen Teilen des rheinischen Rübenanbaugebiets stagniert die Ertragsentwicklung infolge fehlender Niederschläge seit einigen Wochen. Das Blattwerk der Rüben in den von der Trockenheit betroffenen Gebieten ist welk oder vertrocknet. „Wir sind froh, dass wir uns mit dem Zuckerunternehmen Pfeifer & Langen auf eine Verschiebung des Kampagnestarts verständigen konnten“, so der Vorsitzende des Rheinischen Rübenbauer-Verbands (RRV) Bernhard Conzen. Besonders betroffen von der Trockenheit ist der Einzugsbereich der Zuckerfabrik Euskirchen. Hier startet die Kampagne erst am 4. Oktober. Auch in den Anbaugebieten der Zuckerfabriken Appeldorn und Jülich zeigen sich verbreitet Trockenschäden, auch wenn deren Flächenanteil infolge einzelner örtlicher Gewitter, Beregnung und teils höherer Bodengüte etwas geringer ist als im Südteil des rheinischen Anbaugebiets. Mit dem 19. September in Jülich und dem 26. September in Appeldorn beginnt die Rübenkampagne an diesen beiden Standorten etwas früher als in Euskirchen.