Ein neues Förderprogramm für alternative Antriebe in der Agrarwirtschaft legt die Landwirtschaftliche Rentenbank in Abstimmung mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium (BMLEH) auf. Gefördert wird die Anschaffung mobiler Maschinen mit batterieelektrischem Antrieb oder zur Nutzung erneuerbarer Biokraftstoffe wie Biodiesel, Pflanzenöle oder Biomethan. Dazu zählen unter anderem autonome Feldroboter, Geräteträger oder Multifunktionsmaschinen für Sonderkulturen sowie in Kombination mit dem Maschinenkauf die notwendige Lade- und Tankinfrastruktur auf dem Hof. Die Förderung erfolgt über zinsgünstige Darlehen im etablierten Hausbankenverfahren der Rentenbank mit einer Laufzeit von drei bis maximal zehn Jahren. Bei Infrastrukturvorhaben sind Laufzeiten von bis zu 15 Jahren möglich. Der Darlehensbetrag muss mindestens 25 000 € betragen und kann bis zu 100 % der förderfähigen Ausgaben abdecken. Der Höchstbetrag liegt bei 1 Mio. € je Antragsteller.
Innovative alternative Antriebe seien in vielen Bereichen bereits verfügbar, ihre Anschaffung sei für Betriebe bislang jedoch häufig mit deutlich höheren Einstiegskosten verbunden, erläuterte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer. Mit der Förderung setze man gezielte Anreize für Investitionen in neue Technologien. Für Rentenbankchefin Nikola Steinbock sind Innovationen bei Antriebssystemen ein Hebel, um durch optimierten Ressourceneinsatz die Energieeffizienz in den Betrieben zu erhöhen, die laufenden Betriebskosten zu senken und zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beizutragen.
AgE