Rückgang beim Bio-Umsatz

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Die Bio-Läden und Öko-Supermärkte in Deutschland haben im vergangenen Jahr einen deutlichen Umsatzdämpfer erlitten. Gegenüber 2021 gingen die Erlöse im Fachhandel um 12,3 % auf 3,83 Mrd. € zurück. Das zeigen aktuelle Marktdaten, die vom Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) veröffentlicht wurden. Im Vor-Corona-Jahr 2019 hatte sich der Umsatz der Branche auf 3,76 Mrd. € belaufen. Der BNN begründet den Umsatzrückgang mit einem deutlich preissensibleren Einkaufsverhalten der Verbraucher infolge des Ukrainekriegs, der hohen Inflation sowie den gestiegenen Kosten bei Energie, Mobilität und Alltagsversorgung. Zudem hätten die Verbraucher nach dem Wegfall der meisten Coronamaßnahmen wieder häufiger außerhalb der eigenen Wohnung oder auf Urlaubsreisen Nahrungsmittel konsumiert, wo es oft keine Bio-Option gebe. BNN-Geschäftsführerin Kathrin Jäckel betonte, dass die Kunden dem Naturkostfachhandel trotz der schwierigen Rahmenbedingungen treu geblieben seien. Die Auswertung der Kassenvorgänge zeige, dass zwar im Durchschnitt die Anzahl der Bons 2022 um 8 % und die Bonsummen um 5 % zurückgegangen seien. Insbesondere die flächenmäßig kleinen Bio-Läden mit einer Ladengröße bis zu 100 m² Fläche hätten ihre Stammkunden aber weitgehend halten können. Diese hätten jedoch deutlich preisbewusster eingekauft.