Auf Feld- und Wirtschaftswegen treffen Landwirte und Verbraucher des Öfteren aufeinander. Nicht selten kommt es dabei zu beiderseitigem Unverständnis. Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass die Wirtschaftswege für landwirtschaftliche Arbeiten gebaut wurden. Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) bat Radfahrer und Spaziergänger in einer Pressemitteilung in dieser Woche inständig, auf den Grünstreifen oder an den Wegesrand zu treten, wenn ein Landwirt mit seinem breiten Fahrzeug vorbeifahren möchte. Ansonsten sei ein Passieren nach der Straßenverkehrsordnung nicht möglich. Denn diese schreibe einen Abstand von 2 m beim Überholen vor. Hier sei es besonders wichtig, gegenseitig Rücksicht aufeinander zu nehmen. Um Verbraucher für das Thema zu sensibilisieren, bringen Landwirte vielerorts im Rheinland einen mit Schablonen und Kreidespray gemalten Hinweis „Rücksicht macht Wege breit“ auf der Straße an. Der RLV hat mehrere Schablonen „Rücksicht macht Wege breit!“ bei den Kreisbauernschaften Düren, Viersen und Euskirchen zur Ausleihe bereitgestellt. Interessierte Bauern können also bei einer der Kreisbauernschaften anrufen und sich die Schablonen ausleihen. Das Kreidespray wäscht sich nach einigen Monaten durch Niederschläge ab und kann nur auf Wirtschaftswegen aufgetragen werden. Es ist keine Baugenehmigung nötig. ah