Rukwied fordert Verschiebung der Mindestlohnanhebung

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Der Deutsche Bauernverband (DBV) warnt vor Schnellschüssen bei der geplanten gesetzlichen Anhebung des Mindestlohns auf 12 €. „Die Betriebe brauchen Zeit zur Anpassung“, sagte DBV-Präsident Joachim Rukwied am vergangenen Donnerstag bei einer Diskussion des Landesbüros Mecklenburg-Vorpommern der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES). Aus seiner Sicht sollte die Erhöhung daher frühestens zu Beginn des Jahres 2023 in Kraft treten. Für aussichtslos hält Rukwied weitere Bemühungen, die Erhöhung des Mindestlohns noch zu verhindern. Dieser Punkt sei ein Kernthema der SPD im Bundestagswahlkampf gewesen und nach seiner Einschätzung nicht mehr verhandelbar. Für Sonderkulturbetriebe stelle die Erhöhung allerdings eine große Herausforderung dar. Grundsätzliche Vorbehalte gegen die geplante Anhebung auf 12 € äußerte der Gesamtverband der deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA). Dieser Schritt greife nicht nur in die grundgesetzlich geschützte Tarifautonomie ein, sondern nehme den Unternehmen auch die dringend notwendige Planungssicherheit, erklärte GLFA-Hauptgeschäftsführerin Nicole Spieß. Der stellvertretende Bundesvorsitzende der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), Harald Schaum, bekräftigte auf der FES-Veranstaltung seine grundsätzliche Kritik an der sozialversicherungsfreien kurzfristigen Beschäftigung im Rahmen der Saisonarbeit.