Klare Positionierungen der politischen Parteien gegen Angriffe auf die Landwirtschaft erwartet der Deutsche Bauernverband (DBV) im anstehenden Bundestagswahlkampf. Die Politik müsse eindeutig Stellung beziehen gegen Kampagnen und falsche Schuldzuweisungen an die Adresse der Land- und Ernährungswirtschaft, forderte DBV-Präsident Joachim Rukwied Anfang vergangener Woche in seiner Rede beim Karpfhamer Fest in Niederbayern. Die Politiker sieht Rukwied in der Verantwortung, den Verbrauchern kein falsches Bild zu vermitteln und der Landwirtschaft unabhängig von parteipolitischem Kalkül eine Zukunftsperspektive zu erhalten. Voraussetzung dafür sei eine tragfähige und inhaltlich stimmige Agrarpolitik, und zwar „unabhängig von Koalitionen oder Parteifarben“. Der Bauernpräsident rief angesichts der anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Lage vieler Betriebe Bund und Länder dazu auf, drohende Strukturbrüche zu verhindern.