Eine sorten- und standortspezifische Bestandesdichte gilt im Maisanbau als zentrale Stellschraube, um im langjährigen Mittel das Anbaupotenzial des jeweiligen Standortes ausschöpfen zu können. Empfehlungen zur Aussaatstärke beim Mais gibt Norbert Erhardt, Landwirtschaftskammer NRW.
Tendenziell niedrige Bestandesdichten können dazu beitragen, Ertrags- und bei der Silomaisnutzung auch Qualitätseinbrüche unter trockenen Bedingungen wie in vergangenen Jahren zu verhindern oder zumindest zu reduzieren. Steht der Mais unter trockenen Bedingungen zu dicht, wird das Bodenwasser für den Aufbau üppiger Pflanzenmasse in Form von Stängeln und Blättern verbraucht. Die Ertrags- und Qualitätsbildung über den Kolben ist bei ausbleibender Wassernachlieferung nur noch eingeschränkt möglich. Andererseits kann das sorten- und standortspezifische Ertragspotenzial bei guter Wasserversorgung nur mit einer gewissen Mindestpflanzenzahl genutzt werden. Die optimale Bestandesdichte im Maisanbau stellt daher immer einen Kompromiss zwischen den jährlich unterschiedlichen Wachstumsbedingungen dar. Nicht zuletzt müssen auch die Saatgutkosten bei der Einstellung der optimalen Bestandesdichte Berücksichtigung finden.
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