„Wir haben im letzten Jahr sehr gut verdient, sogar außerordentlich gut verdient“, erläuterte Christoph Kempkes, Vorstandsvorsitzender der RWZ Raffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main (RWZ) bei der Bilanzpressekonferenz des Agrarhandelshauses in der Vorwoche. Demnach hat die RWZ 2022 mit einem Konzernüberschuss von 24,2 Mio. € so gut abgeschnitten wie noch nie und überflügelte das bisherige Spitzenergebnis von 2008 mit 12,1 Mio. € bei Weitem. Damals war der Gewinn nach Steuern dann von Jahr zu Jahr rückläufig. 2016 verbuchte der Konzern sogar einen Verlust von 2,3 Mio. €. Der Jahresumsatz der RWZ legte jetzt sogar um 37 % gegenüber 2021 zu und erreichte 2022 fast 3 Mrd. €. Fast ein Viertel davon erwirtschaftet die RWZ im Ausland, allen voran mit seinem Landtechnikengagement in Frankreich.
Die positive Ergebnisentwicklung ist zum einen Resultat der seit Jahren verfolgten PRIO-Strategie, in deren Rahmen sich die RWZ unter anderem von weniger profitablen Unternehmensteilen getrennt, Allianzen mit anderen geschlossen und mit Zukäufen Geschäftsfelder ausgeweitet hat. Allerdings profitierte das Unternehmen im Vorjahr auch von Preissteigerungen für Getreide und Betriebsmittel. Laut Finanzvorstand Michael Göthner hatte die RWZ 2022 „viel Rückenwind“. Göthner geht aber auch davon aus, dass man dieses Jahr „viel Gegenwind“ haben werde. Als Beispiel nannte er etwa hohe Lohnabschlüsse auf der Kostenseite.
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