Die genossenschaftliche Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main (RWZ) wird zur Aktiengesellschaft. Diesem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat haben 100 % der anwesenden Mitglieder bei der Generalversammlung in Köln am vergangenen Donnerstag zugestimmt. Der RWZ-Vorstandsvorsitzende Christoph Kempkes betonte: „Das war heute ein historischer Moment und ein wichtiger Meilenstein für die RWZ.“ Die Rechtsform der AG biete nämlich deutlich bessere Rahmenbedingungen für die Weiterentwicklung des Unternehmens. Eine Eintragung der RWZ AG ins Handelsregister wird laut Kempkes für den Frühherbst 2023 erwartet. Die genossenschaftliche DNA bleibe dem Unternehmen erhalten, denn die bisherigen Mitglieder würden automatisch zu „Aktionären der ersten Stunde“. Wie der Vorstandsvorsitzende weiter berichtete, ist das erste Quartal 2023 für die RWZ planmäßig verlaufen. „Stark läuft bislang insbesondere der Handel mit Getreide und Ölsaaten“, so Kempkes. Die Betriebsmittel hinkten aber insgesamt noch etwas hinterher, was auch der Witterung geschuldet sei. Indes sei die Nachfrage nach Agrartechnik intakt, obwohl die Zuliefersituation weiterhin nicht optimal sei. Laut RWZ-Finanzvorstand Michael Göthner hält das Unternehmen an seinen Zielen für 2023 fest. Gerechnet werde demnach weiterhin mit einem Umsatz von rund 2,5 Mrd. € und mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 25 Mio. €. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte die RWZ einen Rekorderlös von 3 Mrd. € und ein EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von 44 Mio. € erzielt.