RWZ soll Aktiengesellschaft werden

Foto: RWZ

Bis etwa Mitte 2023 soll aus der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main (RWZ) eG eine Aktiengesellschaft werden. Das erklärten Vorstandsvorsitzender Christoph Kempkes und Finanzchef Michael Göthner am Mittwoch gegenüber der Presse. Laut Kempkes ergibt sich das Vorhaben, das bereits mit den Gremien abgestimmt sei, unter anderem aus der Erfahrung mit den Allianzen, die in den vergangenen Jahren eingegangen worden sind, unter anderem mit der Raiffeisen Waren-Zentrale in Kassel. So würde es als Aktiengesellschaft leichter fallen, Kooperationen einzugehen. Außerdem sei es einfacher, neues Kapital zu erschließen. Eine Verbreiterung der Kapitalbasis sieht Kempkes als erforderlich an, um der RWZ neue Geschäftsfelder zu erschließen. Als Beispiele nannte er die Bereiche regenerative Landwirtschaft sowie erneuerbare Energien. Von dem Schritt erwartet Kempkes keine Verschlechterung am Versorgungsauftrag für die Primärgenossenschaften und deren Mitglieder.

Die Umwandlung von einer eingetragenen Genossenschaft zur Aktiengesellschaft dürfte sich an dem Vorgehen der  Agravis Raiffeisen AG orientieren, wo Kempkes vor seinem Antritt bei der RWZ Vorstandsmitglied war. Wie dort soll es keine frei handelbaren Aktien geben. Im ersten Schritt würden Aktien analog der bestehenden Eigentumsverhältnisse gezeichnet. Änderungen dürften sich erst bei der Ausgabe neuer Aktien ergeben. Hier machte Kempkes allerdings klar, dass neben dem Kapitalaspekt auch ein anderer Punkt eine wichtige Rolle spielen wird: „Wir werden das nur machen, wenn es uns auch operativ etwas bringt.“

Obwohl der Jahresabschluss noch nicht testiert ist, gaben Kempkes und Göthner auch einen kurzen Einblick in die somit vorläufigen Ergebnisse des Vorjahres. Mit 2,2 Mrd. € konnte der Umsatz Göthner zufolge 2021 gegenüber 2020 leicht gesteigert werden. Der Konzernüberschuss nach Steuern belaufe sich auf rund 8 Mio. €, was einer Steigerung von etwa 10 % entsprechen würde. Damit befinde sich die RWZ „drei Jahre hinterei­­nan­der auf einem vernünftigen Ergebnispfad“, zeigte sich Christoph Kempkes zufrieden.

ds