Scharfe Kritik an Trinkmilch-Abschlüssen

Preissenkungen für Trinkmilch sollen bis zu 10 Cent je Liter ausmachen

Nach den Preisverhandlungen zwischen Molkereien und dem LEH dürfte für den Verbraucher nicht nur Trinkmilch noch billiger werden. Foto: agrarfoto.com

Als eine gemeinsame Bankrotterklärung von Molkereien und Lebensmittelhandel hat der Deutsche Bauernverband (DBV) deren aktuellen Abschlüsse für Trinkmilch gewertet.

Dafür können „wir keinerlei Verständnis aufbringen“, erklärte DBV-Generalsekretär Bernhard Krüsken am vergangenen Freitag im Hinblick auf die erneuten Preissenkungen, die laut einem Bericht der „Lebensmittelzeitung“ bis zu 10 Cent je Liter ausmachen sollen. Aus seiner Sicht haben Molkereien und Lebensmitteleinzelhandel (LEH) in ihren Preisverhandlungen ihre Verantwortung gegenüber der Milcherzeugung und der Landwirtschaft erneut nicht wahrgenommen. Damit hätten die Molkereien die Kritik an ihrem Angebotsverhalten und der LEH an seiner Dumpingpreisstrategie bestätigt, betonte der Generalsekretär. Auch hätten die Molkereien die Möglichkeiten des Wettbewerbsrechts nicht genutzt, etwa über Kooperationen oder die Bildung von Verkaufskontoren, um dem LEH in den Verhandlungen „auf Augenhöhe zu begegnen“.

Mehr in LZ 17-2016, S. 7