Die Mitmachaktion „Schau ins Feld!“, bei der Landwirte Verbrauchern und Medienvertretern direkt auf dem Feld den Nutzen des Pflanzenschutzes erklären, hat in diesem Jahr bei der Beteiligung deutlich zugelegt. Aus Nordrhein-Westfalen beteiligen sich 94 Bauern. In dieser Saison haben dem Verband zufolge die Teilnehmer insgesamt 1 411 „Schau!-Fenster“ angelegt. Im Jahr 2015 sei die Initiative mit 180 Bauern und 270 „Schau!-Fenstern“ gestartet. Ziel der Aktion ist es laut IVA, sich dem Dialog zu stellen, zuzuhören und die eigene Arbeit zu erklären. Dazu verzichten die teilnehmenden Landwirte in sogenannten Nullparzellen auf jegliche Form des Pflanzenschutzes. Unkräuter werden weder mechanisch noch chemisch entfernt, es werden keine Nützlinge ausgebracht und keine Pilzkrankheiten behandelt. Das Experiment zeige eindrucksvoll, dass eine Ernte in der Regel kaum noch möglich und der Ertrag meist minderwertig und gering sei. Diese Ergebnisse sorgen dem IVA zufolge immer wieder für Überraschungen und viele Gespräche mit Spaziergängern und Radfahrern. Ein großer Teil der „Schau!-Fenster“ werde in Kulturen wie Weizen, Mais und Raps angelegt. Allerdings sei auch die Zahl der Sonderkulturen und „Exoten“ wie Rhabarber, Rote Beete und Tabak jährlich gestiegen.