Schlachtschweinepreise weiter im Aufwind

Die Situation am deutschen und europäischen Schlachtschweinemarkt war Ende Juni weiterhin von einem knappen Lebendangebot geprägt, das für den Bedarf der Schlachtunternehmen kaum ausreichte. Somit saßen die Erzeuger erneut am „längeren Preishebel“ und konnten mehr Geld für ihre Tiere fordern. In Deutschland setzte die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) am vergangenen Mittwoch (29.6.) ihre Leitnotierung für Schlachtschweine um 3 Cent auf 1,63 Euro/kg Schlachtgewicht (SG) herauf. Damit liefen laut Darstellung von Marktexperten der Lebend- und der Fleischmarkt weiter auseinander, denn nicht für alle Teilstücke ließen sich bei einer eher mäßigen Inlandsnachfrage entsprechend höhere Verkaufspreise erzielen. Ebenso wie in Deutschland zogen auch in anderen wichtigen EU-Ländern die Schlachtschweinenotierungen an. In Spanien werden dem Mercolleida zufolge im Schweinefleischexport immer neue Rekorde erzielt, und schlachtreife Tiere mit ausreichend Gewicht waren fortgesetzt gefragt. Die Notierung legte dort am vergangenen Donnerstag um 2 Cent auf 1,30 Euro kg Lebendgewicht (LG) zu.