Pflanzenschutzmittel haben bei den Verbrauchern einen schlechten Ruf. Das bestätigt eine im Februar 2016 im Auftrag des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) durchgeführte, repräsentative Umfrage. Fast die Hälfte der Befragten nimmt an, dass die Sicherheit und Qualität von Lebensmitteln insgesamt abnimmt. Verantwortlich dafür sind ihrer Auffassung nach Pflanzenschutzmittel und die „Industrialisierung der Landwirtschaft“. Wie aus der Befragung von rund 1 000 repräsentativ ausgewählten Personen weiter hervorgeht, gehen die meisten Verbraucher nach wie vor davon aus, Rückstände von Pflanzenschutzmitteln seien in Lebensmitteln generell nicht erlaubt. Zudem ist die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in Deutschland der Meinung, dass Lebensmittel, die unter der Verwendung von Pflanzenschutzmitteln hergestellt werden, eher giftig, aber preiswert seien. Demgegenüber werden Lebensmittel, bei deren Produktion auf Pflanzenschutzmittel verzichtet wird, als gesund und schmackhaft eingestuft. Die Befragung bestätigt laut BfR zudem die Annahme, dass Verbraucher ihr Wissen über Pflanzenschutzmittelrückstände in Lebensmitteln hauptsächlich aus den Medien beziehen.