Mitgliederversammlung der REKA in Nettetal
Die Aussage war zwar gemünzt auf zwei besondere Themen, welche die Rheinische Erzeugergemeinschaft Kartoffeln (REKA) in der jüngsten Vergangenheit beschäftigt haben. „Schlimmeres verhindern“ stellte sich aber durchaus als – wenn auch unausgesprochener – roter Faden der Mitgliederversammlung der REKA heraus, die vergangene Woche in Nettetal stattgefunden hat.
Vorsitzender Alois Keutmann leitete seinen Rückblick mit der Feststellung ein, dass ein „interessantes Kartoffeljahr hinter uns liegt“. Gemeint waren damit nicht nur die Herausforderungen infolge des Witterungsverlaufs. Zunächst zu trocken – darunter litt der Knollenansatz mit Folgen für die spätere Sortierung; dann zu nass, was Probleme bei der Rodung und der Qualität der Knollen bedeutete, zum Beispiel im Lager. Beides machte sich in der Vermarktung von Speise- und Industrieware bemerkbar. Mit Blick auf die Wirtschaftlichkeit stellte Keutmann aber fest: „„Wer gute Qualitäten hatte, der hat auch gutes Geld verdient!“
Dass das Rheinland alles in allem ein Gunststandort für den Anbau ist, zeige sich auch daran, dass die Anbaufläche um 5 % zugenommen habe. Nunmehr sei die Region nach Niedersachsen und noch vor Bayern das zweitgrößte Anbaugebiet. Positiv schätzt Keutmann auch die weiteren Perspektiven ein. Denn nach wie vor seien die Kartoffelverarbeiter auf Expansionskurs und investierten in ihre Strukturen, sodass Industrierohstoff gefragt bleibe. Erklärtes Ziel der REKA sei in dem Zusammenhang, die Wettbewerbsfähigkeit des Anbaus im Rheinland weiter auszubauen. Ein besonders wichtiger Faktor dabei ist die Preisgestaltung. Hier erfolgte laut Mitteilungen der REKA die Zeichnung neuer Vertragsangebote vor dem Hintergrund gestiegener Produktionskosten. Anders als in den Vorjahren habe vor allem ein Punkt im Fokus gestanden: die geringere Verfügbarkeit von Pflanzgut und entsprechend höhere Preise dafür. Mit Blick auf Industrieware ließen die Verträge das Bestreben der Verarbeiter und des Handels erkennen, den „absehbar höheren Bedarf auch unter den gegebenen schwierigen Rahmenbedingungen abzusichern“. So würden die Vertragspreise 2024/25 erneut angehoben und lägen nochmals über dem „historischen Niveau des Vorjahres“.
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