Schmidt gegen Kürzung der Ersten Säule

Christian Schmidt

Die Stimmung in der deutschen Landwirtschaft hat sich weiter verschlechtert und nähert sich zunehmend dem Negativrekord aus dem Krisenjahr 2009. Wie aus dem vom Deutschen Bauernverband (DBV) vorgelegten Konjunkturbarometer Agrar für März 2016 hervorgeht, ist der Konjunkturindex, der die Einschätzung der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklung und die Erwartungen an die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung zusammenfasst, gegenüber der vorangegangenen Erhebung im Dezember von 11,8 auf 3,4 Punkte eingebrochen.

Er rangiere damit nur noch wenig über dem Rekordtiefstand aus dem Herbst 2009 und sei weit vom bisherigen Spitzenwert von 37 Punkten entfernt, berichtete der Bauernverband. Laut DBV fällt das für die nächsten sechs Monate geplante Investitionsvolumen mit 3,7 Mrd. € um rund 1,4 Mrd. € kleiner aus als im Vorjahr; verglichen mit dem Stand von vor zwei Jahren sind es sogar 2,4 Mrd. € weniger. Nur noch 23 % der Landwirte wollten in den kommenden sechs Monaten überhaupt investieren. Vor einem Jahr hätten immerhin noch 34 % der Bauern Investitionen geplant, und vor zwei Jahren sogar 36 %. Besonders ungünstig wird laut Darstellung des Bauernverbandes die aktuelle wirtschaftliche Lage in den Futterbau- und Veredlungsbetrieben beurteilt. Vor allem die Preissituation auf den Märkten für Milch und Schweine hinterlasse hier deutliche Spuren. Niedrigere Getreidepreise führten allerdings auch in den Ackerbaubetrieben zu einer verschlechterten Stimmungslage.