Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt erhöht den Druck auf die Milchbranche. In einem Interview mit dem Presse- und Informationsdienst Agra-Europe (AgE) zeigte sich der Minister entschlossen, gesetzliche Änderungen vorzunehmen, sollten die Marktbeteiligten bei der aus seiner Sicht notwendigen Neugestaltung der Lieferbeziehungen zu keinen Ergebnissen kommen.
„Wir müssen die richtigen Schlussfolgerungen aus der aktuellen Krise ziehen, und zwar zügig und am liebsten freiwillig“, mahnte der Minister. Die Lieferbeziehungen müssten so gestaltet werden, dass die Risiken nicht allein bei den Milchbauern verbleiben. Hier bestehe bei genossenschaftlichen und nicht genossenschaftlichen Molkereien Nachholbedarf.Erneut sprach sich Schmidt dafür aus, Liquiditätshilfen im Rahmen eines zweiten EU-Hilfspakets an eine Mengendisziplin zu knüpfen: „Jeder, der für sich staatliche Hilfen in Anspruch nimmt, muss eine Gegenleistung bringen und einen Beitrag zu Marktberuhigung leisten.“ Hinsichtlich der Ausgestaltung wartet der Minister auf die Vorgaben der EUKommission. Mit deren Vorschlag für ein neuerliches Hilfspaket rechnet Schmidt für die nächste Ratssitzung am 18. Juli.
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