Wegen Tierquälerei hat das Amtsgericht Ulm einen Schweinemäster aus Baden-Württemberg zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Laut Urteilsbegründung sind Hunderte Schweine infolge der desolaten Zustände in dem Stall gestorben oder mussten wegen ihrer massiven Verletzungen getötet werden. Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner begrüßte in einer Pressemitteilung das Urteil. Sie betonte, dass es richtig sei, dass Tierquäler und diejenigen, die sich nicht an die Gesetze halten, bestraft würden. „Jeder Tierhalter, der nicht ordentlich mit seinen Tieren umgeht, schadet nicht nur den Tieren, sondern dem ganzen Berufsstand und den vielen Tierhaltern, die sich vorbildlich verhalten“, machte die Ministerin klar. Insgesamt kamen laut Presseberichten in den Ställen des 56-jährigen Angeklagten mehr als 1 600 Schweine ums Leben. Der Richter verhängte erstmals in Deutschland eine Haftstrafe wegen Tierquälerei gegen einen Schweinehalter.