Schwimmende Salate

Foto: Sabine Aldenhoff

Gemüseanbauer Leo Berghs-Trienekens aus Straelen stellte die Hälfte seiner Nutzfläche auf das energieärmere Hydroponik-Verfahren um. Mit Erfolg, wie sich auf seinem Familienbetrieb zeigt. Wie er das geschafft hat und wie gut es funktioniert, beschreibt Redakteurin Sabine Aldenhoff.

 

Als die Energiepreise stiegen, machte sich Tomaten- und Gurken-Anbauer Leo Berghs-Trienekens auf die Suche nach einer alternativen Nutzung für seine Gewächshäuser. Seit 2023 wachsen nun auf der Hälfte der Fläche bunte Salate im Hydroponik-Verfahren. Mit der Umstellung auf diese energieärmere Kultur ist der Gemüsebauer aus Straelen bisher sehr zufrieden. Der Betrieb erhielt 2023 den Landgard-Award in der Kategorie „Innovation“.

 

Gemüseanbau wurde Leo Berghs-Trienekens quasi in die Wiege gelegt. 1980 legte er seine Gesellenprüfung im Gemüsebau ab, damals wurde im elterlichen Betrieb zunächst nur Freilandgemüse angebaut. Um ein bisschen wetterunabhängiger zu sein und Gemüse früher im Jahr anbieten zu können, wurden 1985 die ersten Folientunnel errichtet. Für den Anbau von Schlangengurken kamen 1999 Glasgewächshäuser hinzu. Der letzte Trakt wurde 2007 gebaut, sodass 2 ha unter Glas zur Verfügung stehen. Auf 1 ha Fläche driften nun die Hydroponik-Salate, auf der anderen Hälfte wachsen Minigurken. Im Freiland werden auf gut 50 ha Eissalat und Endivien für die verarbeitende Industrie kultiviert.

 

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