Selbst ist die Frau

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Die Auftaktveranstaltung des Rheinischen LandFrauenverbandes (RhLV) traf den Nerv

 

Freiheiten wahrzunehmen, steht für die Landfrauen ab diesem Jahr im Fokus und dabei liegt ein erster Schwerpunkt auf dem Bereich Finanzen. Denn vielen ist inzwischen bewusst, wie wichtig das Thema ist–und dass frau sich besser selbst kümmert. „Wirtschaftliche Eigenverantwortung in puncto Finanzen, Vermögensbildung, Altersabsicherung und der Start in ein finanziell gesichertes Leben ermöglichen größtmögliche Freiheit und Unabhängigkeit“, erklärte RhLV-Präsidentin Jutta Kuhles. Selbstverständlich ist das immer noch nicht. Das wurde aus den Fragen und Rückmeldungen in der Online-Veranstaltung „Dagoberta macht Kasse–oder auch: Geld steht jeder Frau!“ am 8.Januar deutlich.

 

130 Anmeldungen gab es für den Abend, darunter fand Jutta Kuhles viele bekannte, aber auch neue Namen, was die RhLV-Präsidentin freute und für sie zeigte: „Wir haben da offensichtlich einen Nerv getroffen!“ Auch aus anderen Landesverbänden der Landfrauen hatten sich einzelne Teilnehmerinnen zugeschaltet. Auf der Suche nach einer passenden Referentin hatten die Organisatorinnen klare Vorstellungen: „Weiblich, ländlich, landfrauenaffin oder sogar selbst Landfrau und natürlich thematisch versiert“, beschrieb Jutta Kuhles die Wunschkandidatin. Gefunden haben sie diese in Ute Regina Voß, Landfrau aus Flintbek in Schleswig-Holstein und unter dem Namen frau&vermögen unabhängige Finanzberaterin, Netzwerkerin, Coachin, Referentin und Autorin zu Wirtschafts- und Finanzthemen. Sie bot den Teilnehmerinnen in der zweistündigen Veranstaltung einen geschützten Raum, um sich frei und auf Augenhöhe auszutauschen. Es gab Klartext auf Deutsch statt Börsianisch.

 

„Ich werde euch heute Abend mitnehmen auf eine Reise der Gefühle und durch die Finanzen, weil man beides nicht voneinander trennen kann. Ihr überlegt dabei, was schon in eurem Koffer ist. Was habt ihr schon und wo sind Lücken, die ihr füllen wollt?“, startete Ute Regina Voß. Ihre Reiseziele waren, einen Überblick über die Finanzwelt zu geben, Finanzwissen zu transportieren, die Teilnehmerinnen schlauer, stärker und selbstbewusster zu machen nach dem Motto: „Wissen ist Macht“ und ihnen die Lust zu vermitteln, die Welt des Geldes zu entdecken. „Ihr seid schlaue Frauen und die Welt des Geldes ist gar nicht so kompliziert!“, machte sie denjenigen Mut, die beim Thema Finanzen bislang zögerlich waren. „Ich möchte euch motivieren, endlich loszulegen!“

 

So unterschiedlich Frauen vom Thema Finanzen betroffen sind, so unterschiedlich war auch die Reisegruppe. Egal wie alt, egal ob verheiratet, in einer Partnerschaft oder Single, geschieden oder verwitwet, egal ob mit (Enkel-)Kindern oder ohne, ob angestellt, selbstständig, aus der Landwirtschaft oder einer anderen Branche, egal wie viel Geld zur Verfügung steht, wie viel Vorwissen es gibt und wie viel frau bisher über Geld geredet hat–Finanzen gehen alle an. „Und ich hoffe, ich habe für jede was dabei“, unterstrich Ute Regina Voß.

 

Sie arbeitet nach dem Motto „Wer nichts weiß, muss alles glauben“ von Marie von Ebner-Eschenbach. „Mich ärgert es, wenn Banken und Versicherungen mit dem Nichtwissen von Menschen Geld machen, und deshalb möchte ich euch stark machen und Wissen verbreiten“, betonte die Referentin. Sie ist überzeugt, dass Geld, Würde, Gesundheit und Selbstwert stark zusammenhängen.

 

Viele verließen sich beim Thema Finanzen immer noch auf den Partner, weil es bequem ist, aber „ihr seid erwachsen und für euch selbst verantwortlich!“ Oft kämen Frauen zu ihr in die Beratung nach einer Trennung oder dem Tod des Partners, wenn sie auf einmal selbst verantwortlich sind. Dass es in einer solchen Situation kein böses Erwachen gibt, ist Ute Regina Voß ein Herzensanliegen.

 

Jede Entscheidung habe Vor- und Nachteile, darum sei es wichtig, selbst und bewusst zu entscheiden–beispielsweise bei der Familienplanung–und nicht einfach in etwas hineinzuschliddern. „Kümmert euch selbst um euch und euer Geld und verlasst euch nicht auf euren Mann, einen Lottogewinn oder ein eventuelles Erbe!“, gab sie den Frauen aller Lebensphasen mit. ke

 

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