Senioren auf dem Hof?

Foto: privat

Als die letzten Kühe vom Hof gingen, zogen Senioren ein: Familie Müller aus Brilon betreut seit 20 Jahren alte Menschen auf ihrem Mehrgenerationenhof – und die Nachfrage übersteigt das Angebot. Viola Erfkämper, Landwirtschaftskammer NRW, stellt das Konzept vor.

 

Andrea und ihr Mann Theo Müller waren früher Landwirte. Heute betreuen sie Senioren auf ihrem Hof in Brilon im Hochsauerlandkreis. Bis 2003 betrieb das Ehepaar aktive Landwirtschaft. 2006 gingen die letzten Kühe vom Hof. Der Betrieb war zu klein, um die Familie ernähren zu können. Müllers wollten und mussten sich betrieblich verändern. Ihr Ziel: eine neue Form des Seniorenwohnens etablieren. Begonnen haben sie mit einer 4er-WG im Haupthaus. Gleichzeitig bauten sie eine Ferienwohnung auf ihrem Betrieb um, die ein Zuhause für drei Personen bietet. Bereits 2002 hatten sie einen Nachbarhof gekauft. Dort bauten sie drei ebenerdige Einzelapartments à 34 m² und eine Wohnung mit 60 m² für zwei Personen im ersten Obergeschoss. Den ehemaligen Stall rissen sie ab und ersetzten ihn durch einen Neubau mit zwei Einzelwohnungen.

 

Mehr in LZ 25-2024 ab S. 33