An Wildschweinen angebrachte Sensoren können Infek-tionen mit der Afrikanischen Schweinepest (ASP) erkennen und so frühzeitig auf einen Seuchenausbruch hinweisen. Wie die Max-Planck-Gesellschaft mitteilte, haben Forscher an ihrem Institut für Verhaltensbiologie in Radolfzell festgestellt, dass erkrankte Wildschweine ihre Aktivität verringern und sich so von gesunden Tieren unterscheiden. In der Studie wurden zwölf Wildschweine unter kontrollierten Bedingungen mit 30 g leichten Beschleunigungssensoren in Ohrmarken markiert. Die mit dem Virus infizierten Tiere stammten aus einer unabhängigen Studie zur Entwicklung eines potenziellen Impfstoffs. Die Sensoren, vergleichbar mit Fitnessuhren oder Schrittzählern, zeigten, dass mit der Ansteckung und dem Einsetzen der Krankheit die Wildschweine ihre tägliche Aktivität jeweils um 10 bis 20 % verringerten und sich auch die Aktivitätsmuster änderten. „Die Ergebnisse sind sehr bedeutend für die Überwachung von Wildtierkrankheiten”, erklärte der Erstautor der Studie vom Max-Planck-Institut für Verhaltensbiologie, Kevin Morelle. Allerdings würden noch weitere Entwicklungen benötigt, um das volle Potenzial dieser Technologie nutzen zu können.