Service-Wohnen auf dem Bauernhof

Die meisten Menschen möchten im Alter möglichst selbstständig, aber nicht allein sein. Das Leben in einer Gemeinschaft auf dem Land bietet sich als eine reizvolle und relativ kostengünstige Alternative an. Service-Wohnen auf dem Bauernhof hat sich als ein zukunftsweisender Betriebszweig bewährt, mit dem die bäuerliche Existenz im ländlichen Raum zusätzlich gesichert werden kann.

Foto: Ulrike Kossessa

„Das ist hier richtig so mein Zuhause geworden. Die Menschen sind freundlich. Und wenn ich ein Anliegen hab, darf ich das vorbringen. Überhaupt kann ich hier machen, was ich will. Dazu noch die saubere Luft, die Tiere …“ Ein Altenheim, das sei gar keine Alternative für ihn, betont Erwin Mieducki. Als einer der ersten Bewohner lebt er seit 15 Jahren auf dem Mehrgenerationshof Müller in Brilon-Radlinghausen. Nachmittags trifft er sich immer mit Marianne zum Kaffee, am liebsten in der Pausenbutze, direkt an der Eselwiese. Erwin ist Musiker und mit seinen 82 noch recht fit. Er wohnt in einem Appartement und versorgt sich überwiegend selbst. Marianne teilt sich eine große Wohnung mit drei weiteren Frauen. Jede hat ein Zimmer mit eigenen Möbeln, gemeinsam nutzen sie die beiden Bäder, die ebenerdige Dusche, die Küche, den großen Wintergarten und den Balkon.

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