Die Sieger des Berufswettbewerbs 2023 der Deutschen Landjugend beim Landesentscheid in Nordrhein-Westfalen stehen fest: Carola Hetzel aus Wesel gewann den Landesentscheid in der Sparte Landwirtschaft, der am Dienstag vergangener Woche im Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Düsse der Landwirtschaftskammer NRW stattfand. Bei den Forstwirtinnen und Forstwirten sicherte sich Robin Müller aus Steinheim den ersten Platz. Hinter Hetzel erreichte Mattis Müller aus Marsberg den zweiten Platz. Dritte wurde Frederike Rexforth-Weilers aus Dorsten. In der Sparte Forstwirtschaft, deren Wettbewerb im Waldpädagogischen Zentrum Burgholz des Landesbetriebs Wald und Holz NRW in Wuppertal stattfand, gewann Marius Zöllner aus Meschede hinter Mattis Müller den zweiten Platz. Dritter wurde Sebastian von Seydlitz aus Bergisch Gladbach. Die zwei Erstplatzierten aus Land- und Forstwirtschaft vertreten NRW beim Bundesentscheid, der vom 19. bis 23. Juni in Echem in Niedersachsen stattfindet.
Die landwirtschaftlichen Fachschüler kämpften in Zweierteams um den Sieg. Das Team Jakob Westhoff aus Rheda-Wiedenbrück und Lukas Noah Kerkemeier aus Rietberg von der Fachschule Herford erreichte den ersten Platz und sicherte sich damit die Fahrkarte zum Bundeswettbewerb. Zwei zweite Plätze belegten die Teams aus Anne van Gemmeren aus Uedem und Ina Leukers aus Kalkar von der Fachschule Kleve sowie Philip Hameier aus Lage und Gerrit Asbrock aus Melle von der Fachschule Herford.
Theoretische und praktische Aufgaben
Der Wettbewerb wurde bei den Landwirten in den zwei getrennten Leistungsgruppen der Auszubildenden und der Fachschüler ausgetragen. In der Leistungsklasse I kämpften 18 Auszubildende und in der Leistungsklasse II zehn Fachschüler in fünf Zweierteams um die ersten Plätze. Bei dem Wettbewerb der Landwirtinnen und Landwirte mussten die Jugendlichen neben der Beantwortung von Fragen zur Allgemeinbildung und Berufstheorie einen Vortrag halten und praktische Fertigkeiten beweisen. So beurteilten sie zum Beispiel ein Tier hinsichtlich Futterzustand und Gesundheit oder bewerteten die Qualität eines Getreidebestandes. Bei den Forstwirten zählten zu den Praxisaufgaben unter anderem der Wechsel einer Motorsägenkette, ein Präzisionsschnitt an zwei liegenden Stämmen, die Pflanzung von Bäumen sowie das Bestimmen von Schadbildern, Holzarten, Bäumen und geschützten Pflanzen.
Lob für Teilnahme
„Sie haben nicht nur Ihre hervorragende Qualifikation in Ihrem Beruf unter Beweis gestellt, sondern Sie waren auch als Botschafterin und Botschafter für den gesamten Berufsstand unterwegs“, lobte Oliver Beitzel, Vizepräsident der Landwirtschaftskammer NRW, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sparte Landwirtschaft bei der Siegerehrung. Sie hätten gezeigt, dass sie bereit seien, Herausforderungen anzunehmen. Innovationsbereitschaft, Flexibilität und auch Durchhaltevermögen seien neben Fachwissen zunehmend Grundvoraussetzungen, um in der Landwirtschaft mit Freude und Engagement wirtschaften zu können. Rudolf Hansknecht, Vorsitzender des Deutschen Forstvereins, betonte bei der Siegerehrung der Forstwirtinnen und Forstwirte, dass der Vergleich der praktischen Fähigkeiten auf Landesebene zur Fortbildung und weiteren Qualifizierung motivieren solle. Er lobte die Jugendlichen für die Teilnahme an der Herausforderung in lockerer Atmosphäre.
Der Wettbewerb geht über drei Stufen, die Regional- und Landesentscheide sowie den Bundesentscheid. Träger des Berufswettbewerbs sind der Deutsche Bauernverband, der Bund der Deutschen Landjugend, der Deutsche LandFrauenverband und die Schorlemer Stiftung. Durchgeführt und organisiert wird der Wettbewerb auf Regional- und Landesebene in NRW von der Landwirtschaftskammer NRW und den Landjugendverbänden.
Saskia Wietmann