Silomais mit stark schwankenden Erträgen

Foto: Norbert Erhardt

Silomais reifte in diesem Jahr schneller, als die Häcksler arbeiten konnten. Die Ergebnisse der Landessortenversuche mit Silomais zeigen große Ertragsschwankungen zwischen den Versuchsstandorten. Hinweise zur Sortenwahl für den Anbau 2023 geben Norbert Erhardt und Andreas Schulze-Hillert, Landwirtschaftskammer NRW.

Bei ausbleibendem Regen und anhaltend hohen Temperaturen kam die Maisvegetation 2022 verbreitet schon in der letzten Augustdekade vorzeitig zum Ende. Im Extremfall blieben Bestände bereits im Streckungswachstum stecken. Insbesondere auf Standorten mit leichten Böden rollten die Pflanzen schon kurz nach der Blüte die Blätter, um im weiteren Verlauf komplett zu vertrocknen. Absolute Kolbenlosigkeit wie im Extremjahr 2018 blieb zwar die Ausnahme, deutliche Kolbenreduktionen und auffallend kleine Körner waren aber verbreitet zu finden.

Erste Probeschnitte ab Mitte August zeigten überhöhte Gesamttrockenmassegehalte, die aber weniger auf reifen Körnern, sondern auf ungewöhnlich hohen Trockenmassegehalten in Blättern und Stängeln beruhten. So titelte schon die erste Meldung der Landwirtschaftskammer zur Maisabreife am 22. August: „Häckseln, bevor es zu spät ist“. Tatsächlich lief die Silomaisernte dann auch Ende August fast landesweit auf Hochtouren. Trotz des frühen Starts musste verbreitet mit deutlich überhöhten Trockenmassegehalten gehäckselt werden, da es den Pflanzen auch bei vorhandenem Restgrün einfach an Wassernachlieferung fehlte.

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