Sind Beizgradanalysen beim Saatgut wirklich notwendig?

Foto: Günter Klingenhagen

Kleine Wirkstoffmenge – große Erfolge: Chemische Saatgutbeizen helfen, Krankheiten am Getreide zu verringern. Wichtig dabei ist es, den jeweiligen Beizgrad genau zu kennen. Wie nützlich regelmäßige Saatgutuntersuchungen sind und wie sie beauftragt werden können, zeigen Ursula Furth, Tobias Schulze Bisping und Günter Klingenhagen, Landwirtschaftskammer NRW, auf.

 

Im Pflanzenschutz gilt die chemische Saatgutbeizung als effektivste und umweltfreundlichste Anwendungsform von fungiziden Wirkstoffen. Mit relativ wenig Wirkstoffmenge lassen sich große Effekte erzielen. Neben bodenbürtigen Erregern können auch samenbürtige Pathogene in Schach gehalten werden. Dabei gilt es, zwischen den Beizmitteln und deren Wirkungsspektrum genau zu differenzieren, denn nicht jede Beize erfasst alle Erreger gleich gut.

 

Krankheiten wie etwa Roggenstängelbrand, Steinbrand und Flugbrand sind durch die Beizung in der Regel nicht vorzufinden. Ohne chemische Beizen können diese Krankheiten verstärkt auftreten und zu empfindlichen Ertragseinbußen führen. Spezialbeizen mit dem Wirkstoff Silthiofam, wie zum Beispiel Latitude/XL, wirken gegen Schwarzbeinigkeit in engen Getreidefruchtfolgen.

 

Mehr in LZ 29 ab S. 18.