Zum 1. Juli hat erstmals die Slowakei die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Bis Ende des Jahres leiten damit slowakische Politiker und Diplomaten die Fachministertagungen. Nach dem noch vorläufigen Zeitplan stehen im Agrarrat und Sonderausschuss Landwirtschaft (SAL) bis Jahresende vier Punkte im Mittelpunkt der Beratungen: die Hilfen für krisenbehaftete Agrarsektoren, die agrarrelevanten Bereiche in den laufenden und geplanten Verhandlungen über Handelsabkommen der EU mit Drittstaaten, die geplante Novellierung der EU-Ökoverordnung sowie verschiedene Vereinfachungsmaßnahmen zur Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP), wie etwa beim Greening. Am 18. Juli wird die slowakische Landwirtschaftsministerin Gabriela Matecná ihren ersten Agrarrat in Brüssel präsidieren. Erwartet wird, dass dann EU-Agrarkommissar Phil Hogan ein zweites Hilfspaket für den Milchsektor vorlegt und möglicherweise auch weitere Hilfen für Obst- und Gemüseerzeuger vorschlägt. Am 13. und 14. September findet in der slowakischen Hauptstadt Bratislava ein informelles Treffen der für die Agrarpolitik zuständigen Minister und Staatsekretäre statt. „Faire Geschäftspraktiken in der Lebensmittelkette“ hat die Ratspräsidentschaft dafür als Thema auf die Tagesordnung gesetzt.