Sommergerste wurde in Nordrhein-Westfalen zur Ernte 2023 auf etwa 6 700 ha angebaut. Davon entfallen geschätzt etwa 75 % auf den Anbau als Futtergerste. Johannes Roeb und Heinz Koch, Landwirtschaftskammer NRW, beschreiben, wie sich die einzelnen Sorten an den verschiedenen Standorten bewährt haben.
Der erneute Rückgang der Anbaufläche von Sommergerste lässt sich sowohl auf die im vergangenen Frühling witterungsbedingt späte Möglichkeit der Aussaat als auch auf gefallene Marktpreise und neue förder- sowie ordnungsrechtliche Vorgaben zurückführen.
Sommergerste reagiert auf eine verspätete Aussaat insgesamt weniger empfindlich als Sommerweizen oder -hafer. Dennoch wirkte sich der Witterungsverlauf der vergangenen Saison auch auf die Sommergerste negativ aus. Die infolge des nassen Winters und Frühlings späte Aussaat, kombiniert mit den Trocken- und Hitzephasen im Mai und Juni, führte zu einer deutlich reduzierten Gesamtvegetationszeit. Die späteren Niederschläge begünstigten zwar die Wasserversorgung zur Kornfüllung, verringerten aber zugleich die Anzahl der fotosynthetisch nutzbaren Sonnenstunden.
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