Aufgrund einer ausgesprochenen Missernte in Kanada als weltweit größtem Produzenten hatte sich der Weltmarktpreis für Hafer bereits im Herbst 2021 fast verdoppelt. Dennoch hat sich die Anbaufläche in NRW 2022 gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Johannes Roeb und Heinz Koch, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, haben die Hafersorten aufs Korn genommen.
Sommerhafer wurde in NRW auf einer Fläche von etwa 7 000 ha und überwiegend zu Futterzwecken angebaut. Winterhafer stand auf fast 1 000 ha. Mit der letzten Ernte sind die Haferpreise wieder deutlich gefallen. Auch aufgrund der besonderen klimatischen Ansprüche und der begrenzten Möglichkeiten bei der Ackerfuchsschwanzbekämpfung ist eine große Zunahme des Anbaus aktuell nicht zu erwarten, obwohl die Kultur ackerbaulich und ökologisch einige Vorteile bietet.
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