Weide ist das günstigste Futtermittel für Wiederkäuer und deshalb gerade in Zeiten hohen Preisdrucks eine Möglichkeit, die Futterkosten zu senken. Der rechtzeitige Weideaustrieb im Frühjahr ist entscheidend für eine erfolgreiche Weidehaltung. Anne Verhoeven, Landwirtschaftskammer NRW, erklärt, worauf es ankommt, denn gut geführte Weiden liefern über die gesamte Vegetationsperiode hohe Futterqualitäten und Erträge bei relativ niedrigen Futterkosten.
Die angestrebte Temperatursumme im Frühjahr von 200 °C ist am Niederrhein seit Ende Februar bereits erreicht. Jedoch erst wenn die Weideflächen ausreichend abgetrocknet sind, kann mit der Vorweide, die bei jedem Weidesystem sinnvoll ist, begonnen werden. Was hier versäumt wird, kann das gesamte Jahr über nicht mehr kompensiert werden. Die Vorweide beginnt in den Gunstlagen bereits im Februar/März und sollte bis Ende April in den meisten Grünlandgebieten abgeschlossen sein, jedenfalls vor der Wachstumsexplosion im Frühsommer.
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