Während die deutsche Spargelernte trotz des durchwachsenen Wetters ein neues Rekordniveau erreichte, hat der Erdbeeranbau unter den Witterungsbedingungen erheblich gelitten. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) Anfang vergangener Woche in Wiesbaden mitteilte, wurden in diesem Jahr laut einer ersten Schätzung bundesweit insgesamt rund 119 400 t Spargel gestochen; das wären etwa 5 800 t oder 5 % mehr als 2015. Die im Ertrag stehende Anbaufläche von Spargel belief sich dabei auf rund 22 000 ha, was einem neuen Höchststand und einem Plus von 7 % gegenüber 2015 entspricht. Sowohl die Fläche als auch die Erntemenge liegen laut Destatis um etwa 13 % über dem sechsjährigen Durchschnitt. Mit 26 800 t sei in diesem Jahr der meiste Spargel in Niedersachsen gestochen worden, gefolgt von Bayern und Brandenburg mit jeweils 19 600 t. Die Erntemenge in Hessen veranschlagen die Wiesbadener Statistiker auf 11 000 t, das diesjährige Aufkommen in Baden-Württemberg auf 10 300 t. Von der bundesweit insgesamt im Ertrag stehenden Spargelfläche entfällt auf Niedersachsen der größte Anteil mit 22 %, auf Nordrhein-Westfalen 16 % und auf Brandenburg gut 15 %. Zusammen bringen es diese drei Bundesländer somit nach wie vor auf mehr als die Hälfte des deutschen Spargelanbaus.