SPD macht Druck in Sachen Wolf

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Das Thema Wolf erhitzt in NRW weiterhin die Gemüter. Im August ist es im Wolfsgebiet Schermbeck zu wiederholten Übergriffen auf Schafe gekommen. Elf Mal hat der Wolf zugeschlagen und mindestens 13 Schafe getötet. Dabei ist nicht nur die ortstreue Wölfin Gloria aktiv, sondern inzwischen ist auch ein weiterer Wolf im Wolfsgebiet Schermbeck bestätigt. Offensichtlich hat die Anwesenheit des Wolfes auch dazu geführt, dass eine Rinderherde sowie ein Pferd von ihren Weiden ausgebrochen sind. Die SPD-Landtagsfraktion NRW hat nun die Regierung aufgefordert, dass das Landesamt für Umwelt- und Natur (LANUV) die Nutztierrisse schnellstmöglich prüft und eine Basis für eine mögliche Entnahme der Wölfin schafft. Wie René Schneider von der SPD-Landtagsfraktion erläuterte, hat die Landtagsfraktion eine aktuelle Viertelstunde im Umweltausschuss beantragt, um NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser nochmals deutlich zu machen, wie akut mittlerweile die Situation der Schäfer und Landwirte vor Ort ist. Auf Nachfrage des SPD-Landtagsabgeordneten Schneider hat Ministerin Ursula Heinen-Esser eine schnelle Untersuchung versprochen.

Ob allerdings eine Entnahme des Wolfes wegen der Häufung der Schadensfälle gerechtfertigt sei, könne man erst nach Abschluss der Untersuchung durch das LANUV entscheiden, so Heinen-Esser. „Eine Änderung im Bundesnaturschutz lässt bei ernsten wirtschaftlichen Schäden den Abschuss zu“, betonte dagegen der SPD-Landtagsabgeordnete Schneider in diesem Zusammenhang. Wie das wohl sein Parteigenosse Dr. Ansgar Müller, seines Zeichens Landrat in Wesel, sieht? Der verpasste nämlich nicht nur der Schermbecker Wölfin den Namen Gloria; er hatte sich bislang auch immer gegen die Forderung eines ortsansässigen Schäfers gestellt, der eine Erleichterung für die Entnahme des Wolfes durchsetzen wollte. el