Eine Herde schwarzbunter Rinder in einer Reithalle sieht man nicht alle Tage. Auf dem Claashof in Leverkusen-Bergisch Neukirchen bietet sich dieser Anblick jedoch häufiger. Die Reitanlage wird von Pferdewirtin Anja Ötting geführt und dort finden regelmäßig Lehrgänge rund um die Working Equitation statt. Working Equitation ist eine Reitdisziplin, die auf traditionellen europäischen Arbeitsreitweisen beruht und aus vier Teildisziplinen besteht: Dressur, Stiltrail, Speedtrail und Rinderarbeit. Etwa sechsmal im Jahr gibt Anja Ötting auf dem Claashof Kurse, bei denen die Arbeit mit den Rindern trainiert wird. „Im Frühjahr nehmen meistens Reiter teil, die sich auf die Turniersaison vorbereiten, und im Herbst sind es eher Teilnehmer, die mal in die Rinderarbeit reinschnuppern wollen“, erzählt sie.
Die Pferdewirtin hat beim Dachverband Working Equitation Deutschland (WED) eine Ausbildung zur Rindertrainerin absolviert und darf den sogenannten Rinderschein ausstellen. Damit Reiter und Pferd den Schein erhalten, müssen sie mindestens zweimal ein vom Rindertrainer ausgewähltes Rind von der Herde trennen und alleine in die andere Hälfte der Halle treiben. Das entspricht den Anforderungen, die auf Turnieren in der Klasse L verlangt werden.
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