Die neuen rechtlichen Vorgaben der Düngeverordnung erfordern Anpassungen hinsichtlich des Nährstoffmanagements tierhaltender Betriebe. Ökologisch und betriebswirtschaftlich ist es ebenfalls sinnvoll, Milch mit einer möglichst hohen Nährstoffeffizienz, vor allem bezüglich Stickstoff und Phosphor, zu erzeugen. Hier kommt die Phasenfütterung ins Spiel. Uwe Eilers, Landwirtschaftliches Zentrum Baden-Württemberg, zeigt auf, wie die Phasenfütterung in der Praxis umgesetzt werden kann.
Für die Milchviehhaltung werden Fütterungsstrategien empfohlen, bei denen eine differenzierte Nährstoffversorgung der Tiere in Abhängigkeit des Laktationsstadiums, auch genannt Phasenfütterung, Berücksichtigung findet. Aus Tierhaltersicht besteht bei der Umsetzung dieser Konzepte die Herausforderung, die Kühe im Laufe des Produktionszyklus zwischen zwei Abkalbungen in möglichst wenigen unterschiedlichen Managementgruppen zu halten.
Jede Umgruppierung von Kühen bedeutet sozialen Stress, der sich zum Beispiel in Unruhe, agonistischem Verhalten, sprich Rivalität, und zumindest vorübergehend reduzierter Futteraufnahme äußern kann. Außerdem kann die getrennte Haltung von Leistungsgruppen während der Laktation bei konventionellem Melken im Melkstand oder Melkkarussell zusätzliche Arbeit verursachen. Dieser Mehraufwand kann durch den Einsatz von Toren zur Nachselektion zum Teil reduziert werden.
Mehr in LZ 43-2023 ab S. 40