Ein Blick in Kulturen, Traditionen, Handwerksstile und die wundersame Welt der Eier – das erste deutsche Ostereimuseum in Sonnenbühl hat viel zu bieten.
Wahre Kunststücke sind es, die den Besuchern des ersten und vielleicht einzigen deutschen Ostereiermuseums, das nicht in privater Hand ist, zum Staunen bringen. In dem idyllisch gelegenen schwäbischen Städtchen Sonnenbühl, das für Touristen viel zu bieten hat, ist an ausgewählten Tagen diese einzigartige Sammlung ausgestellt. „In einer Stadt hätten wir vielleicht das ganze Jahr geöffnet“, meint Ulrike Müller, Leiterin des Fachbereichs Tourismus der Gemeinde Sonnenbühl. Doch auch die besonderen Öffnungszeiten haben ihre Vorteile: Schon vor dem offiziellen Start warten die ersten Besucher geduldig vor der Türe, während die wechselnden regionalen Kunsthandwerker drinnen noch letzte Hand an ihre Verkaufsstände anlegen.
Zu ihnen gehören auch Magdalena Glasbrenner und Pia Högner. Die eine bemalt Eier mit kräftigen Farben und zaubert schwarz-weiße Scherenschnittfiguren, die andere knotet mit einer speziellen Technik, genannt Occhi, einen Fadenmantel um die zerbrechlichen Modelle. „Für mich ist das Entspannung, die Smartwatch zeigt mir immer an, dass ich beim Malen keinen Stress habe“, versichert Magdalena Glasbrenner. Wie lange sie an einem der Schmuckstücke sitzt, kann sie nicht sagen. „Ich arbeite meistens an mehreren parallel, die Farbschichten müssen ja auch zwischendurch immer wieder trocknen“, erklärt sie. Fertiggestellte
Eier dürfen erst mal noch in ihrer Wohnung stehen, sodass sie sich am Ergebnis ihrer Arbeit erfreuen kann. Dann kommen sie in den Verkauf – oder ins Museum. Denn auch für die Dauerausstellung hat sie einige Stücke beigesteuert.
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