Streit um Freigabe der Brachflächen geht weiter

Foto: imago/blickwinkel

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Ophelia Nick, hat die zunehmende Bedeutung der Ernährungssicherheit betont, will sich aber bei den Ökologischen Vorrangflächen (ÖVF) nicht auf eine Diskussion einlassen. Sie konstatierte, die Corona-Pandemie und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine hätten die Fragilität der internationalen Lieferketten aufgezeigt. Umso wichtiger sei es in der aktuellen Lage, die globalen Agrarmärkte offenzuhalten und die Landwirtschaft resilienter zu machen. Mit Blick auf die Preissteigerungen bei den Betriebsmitteln und die volatilen Märkte stellte die Staatssekretärin klar, dass die Bundesregierung und das Bundeslandwirtschaftsministerium die negativen Folgen der aktuellen Krisen nicht verhindern, sondern nur abfedern könnten. Ungeachtet dessen greife man den Bauern mit Sofortmaßnahmen wie der Freigabe der Ökologischen Vorrangflächen zur Futternutzung unter die Arme. Eine produktive Nutzung der Vorrangflächen wäre nach Auffassung von Nick allerdings kein sinnvoller Schritt gewesen.