Mit Kosten und Preisen ist es bekanntlich so eine Sache. In jedem Fall ist es gut, seine Kosten zu kennen und diese durch den Verkauf der Ware möglichst zu decken. Dr. Thomas Böcker, Landwirtschaftskammer NRW, beschreibt, welche Kosten in den Betrieben beim Strohverkauf anfallen können.
Im vergangenen Jahr war das Kostenproblem am Strohmarkt besonders deutlich zu spüren: Während des nassen Sommers konnte das Stroh vielfach nur durch größeren Aufwand beim Wenden und mit höheren Verlusten gepresst werden. Die Qualität litt unter dem Regen und die entstandene B-Ware konnte nur mit höheren Kosten erzeugt werden, während einige Glückliche auf trockeneren Standorten kostengünstigere, qualitativ hochwertige Ware erzeugen konnten.
Nicht grau, nicht schwarz
Gleichzeitig war die Nachfrage nach B-Ware beziehungsweise grauem oder schwarzem Stroh geringer als nach guten Qualitäten. Dies führte dazu, dass das kostenintensivere Stroh geringere Erzeuger- und Verkaufspreise erzielte als das kostengünstigere Stroh in guter Qualität. Für Letzteres gab es zum Teil Preisaufschläge.
Bei den Kosten, die für die Strohproduktion anfallen, muss neben den klassischen Kosten für Pressen, Transport und Lagern auch auf den Nährstoffentzug geschaut werden. Da Stroh üblicherweise als Nebenprodukt gesehen wird, kann der Blick auf die Flächenkosten entfallen.
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