Studie: NRW-Landwirte investieren über Durchschnitt

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Die Investitionstätigkeit der Landwirtschaft in Nordrhein-Westfalen ist „sehr hoch“. Das geht aus einer Studie der Bayer CropScience Deutschland GmbH hervor, die vom Verein Ruhr-Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik und von der HFFA Research GmbH erstellt wurde. Demnach können im Agrarsektor 44 % des Wachstums der vergangenen 15 Jahre auf Innovationen zurückgeführt werden; das liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Als Ursachen nennen die Studienautoren die guten Standortbedingungen in dem Bundesland sowie die gute Qualifizierung der Betriebsleiter und deren Fähigkeit, Innovationen auf ihren Betrieben zu etablieren. Das Produktionsniveau in Nordrhein-Westfalen liegt der Studie zufolge deutlich über dem Durchschnitt der Europäischen Union.

Wie der Untersuchung weiter zu entnehmen ist, fördern die vorgelagerten Sektoren wie die Landtechnikbranche und Unternehmen, die sich mit Pflanzenschutz, Düngung und Pflanzenzüchtung befassen, die Innovationskraft der Agrarbranche ebenso wie das breit aufgestellte wissenschaftliche Umfeld. Mit Blick auf die Innovationskultur stellen die Autoren fest, dass die Unternehmenserfolge oftmals auf „smarte“ Lösungen zurückzuführen seien. Der digitale Wertschöpfungsanteil in der Landmaschinentechnik liege bei rund 30 %, und das mit steigender Tendenz. Prof. Helmut Krahl vom Ruhr-Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik betonte, dass die Ergebnisse der Studie durchaus überraschend gewesen seien. Auf den unterschiedlichen Ebenen der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Nordrhein-Westfalen seien gut aufgestellte Akteure in ihrem jeweiligen Bereich zum Teil „herausragend innovativ“. Nach Krahls Einschätzung ist mit Blick auf die Produktivitäts- und Nachhaltigkeitsziele noch einiges an Neuentwicklungen zu erwarten beziehungsweise möglich.