Studien zum Green Deal

Die Umsetzung des von der EU geplanten Green Deal wird weder einfach noch preiswert und braucht neue Instrumente, um die Wettbewerbsfähigkeit und die Wertschöpfung in der Landwirtschaft zu erhalten. Das ist beim diesjährigen Online-Symposium der Edmund-Rehwinkel-Stiftung der Landwirtschaftlichen Rentenbank deutlich geworden, wo am Mittwoch vergangener Woche fünf von der Stiftung geförderte Studien vorgestellt wurden. Darin werden die Auswirkungen des Green Deal auf die deutsche Land- und Ernährungswirtschaft beleuchtet. Die Studienergebnisse basieren auf bestimmte getroffene Annahmen. Laut einer Studie von Wissenschaftlern um Prof. Rainer Kühl von der Universität Gießen ist davon auszugehen, dass die Umsetzung der zum Green Deal gehörenden Farm-to-Fork-Strategie und der Biodiversitätsstrategie zu einer Einschränkung der konventionellen pflanzlichen Agrarproduktion um etwa 10 % führen würde. Der Grund für den Produktionseinbruch seien die Ausweitung der ökologisch bewirtschafteten Anbauflächen auf einen Anteil von 25 % und die geplante Reduzierung des Dünger- und Pflanzenschutzeinsatzes. Der Deckungsbeitrag im konventionellen Ackerbau werde unter dieser Voraussetzung bei konstanten Preisen über alle Kulturen hinweg voraussichtlich um rund 40 €/ha sinken. Zudem rechnet Kühl mit einem Investitionsbedarf von 3,1 Mrd. €, der zur Effizienzsteigerung im Dünge- und Pflanzenschutzmitteleinsatz fällig würde. Unter www.rentenbank.de, Stichwort „Veranstaltungen“ gibt es alle Vorträge zum Nachlesen und auch ein Video, das die Veranstaltung zeigt.